Freitag , 23 Juni 2017

Evi Sachenbacher-Stehle: Zwei Jahre Dopingsperre

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Evi Sachenbacher Stehle – Foto:DSV

Fünf Monate nach ihrem positiven Dopingtest bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi ist die zweimalige Skilanglauf-Olympiasiegerin und Biathlon-Umsteigerin für zwei Jahre gesperrt worden. Nun droht Sachenbacher-Stehle ein unrühmliches Ende ihrer Karriere. Die IBU sah es laut Pressemitteilung vom Mittwochnachmittag als erwiesen an, dass Sachenbacher-Stehle während der olympischen Spiele in Sotschi mit dem verbotenen Stimulans Methylhexanamin gedopt war.

Die 33-jährige hatte den positiven Test mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel erklärt, welche nicht offiziell vom Verband zur Verfügung gestellt wurden oder zumindest von offizieller Stelle (Deutscher Skiverband) getestet wurden. Ein bewusstest Doping hatte Sachenbacher-Stehle von Anfang an vehement bestritten.

„Es ist der schlimmste Albtraum, den man sich nur vorstellen kann. Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wie es zu dieser positiven Dopingprobe kommen konnte. Ich hab alle Nahrungsergänzungsmittel vorher von einem Labor prüfen lassen und mir sogar vom Hersteller eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Ich dachte, ich bin so auf der sicheren Seite, was anscheinend ein Trugschluss war.“, so Evi Sachenbacher-Stehle am Tag nach dem positiven Test via Facebook.

Die Sperre greift rückwirkend zum 17.02.2014, zudem wurden alle Ergebnisse nach dem positiven Befund anuliert. Dies betrifft Ihren vierten Platz im Massenstartrennen von Sotschi, sowie die komplette Mixed-Staffel, in der Sachenbacher-Stehle mit Ihren Kollegen ebenfalls einen vierten Platz erreicht hatten.

Der Deutsche Skiverband hat für den morgigen Donnerstag eine Erklärung angekündigt.

Einspruch am Internationalen Sportgerichtshof CAS möglich 

Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, dass mein Fall der unbewussten Einnahme durch ein nachweislich kontaminiertes Nahrungsergänzungsmittel von der Sanktion her nun auf die gleiche Stufe wie ein vorsätzlicher EPO Dopingsünder gestellt wird. Das hat meiner Meinung nach mit sachgerechten Erwägungen nichts mehr zu tun, sondern ist ausschließlich verbandspolitisch motiviert“, so Sachenbacher-Stehle in einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur dpa.

Sachenbacher-Stehle hat nun 21 Tage Zeit um das Urteil beim Internationalen Sportgerichtshof CAS anzufechten. Ebenfalls hat Sie für die kommenden Tage eine ausführliche Erklärung zu den Hintergründen angekündigt.

Russin Starykh ebenfalls zwei Jahre gesperrt

Die Russin Irina Starykh, welche bereits im Dezember 2013 im Trainingslager in Pokljuka (SLO) positiv getestet wurde, wird ebenfalls für zwei Jahre gesperrt. Die 26-jährige wurde des EPO Dopings überführt.

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