Dienstag , 28 März 2017

Weltcup 6 – Antholz (ITA): Simon Schempp und Lukas Hofer gewinnen Sprint – Arnd Peiffer wird Dritter

Foto: Christian Einecke / cepix.de
Foto: Christian Einecke / cepix.de

Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi sind die deutschen Biathlon-Herren in Topform. Simon Schempp gewinnt den Sprint in Antholz zeitgleich mit Lokalmatador Lukas Hofer. Arnd Peiffer sorgt mit dem dritten Platz für ein perfektes Ergebnis aus deutscher Sicht.

Simon Schempp blieb, trotz starkem Dauerschneefall, am Schießstand fehlerfrei und setzte sich nach einer packenden Schlussrunde gegen den Italiener Lukas Hofer durch. Hofer vor Schempp gestartet und sogar mit einer Strafrunde im Gepäck musste im Ziel zittern. Schempp mit vier Sekunden Vorsprung auf die letzte Runde gegangen rette 0.3 Sekunden davon ins Ziel.

Nach Problemen bei der Zeitauslösung im Zieleinlauf wurde Schempps Zeit aber revidiert, womit auch der laufstarke Italiener trotz einer Strafrunde seinen Premierensieg feiern konnte.

Borut Nunar, IBU stellvertretender Renndirektor

Diejenigen, die den Wettkampf im TV verfolgt haben, haben für einen kurzen Moment gesehen dass die Zeit von Schempp von 24:44.9 auf 24:44.6 zurückspringt. Siwidata (Zeitnahmefirma) hat dies ebenfalls bemerkt und hat daraufhin mit den Reservesystemen verglichen und alles überprüft. Bei dieser Überprüfung haben sie festgestellt, dass der Sensor tatsächlich auf die Zeit von Michael Slesinger reagiert hatte, der in unmittelbarer Nähe von Schempp die Zielelinie überquerte. Es wurden die Zweit- und Drittsysteme hinzugezogen sowie das Ziellinienfoto, dass die gleiche Zeit angezeigt hat. Mit diesen Detail sind sie zu der Jury gegangen und diese hat die gleiche Zeit für beide Sportler bestätigt und entschieden, beide auf den ersten Platz zu setzen. Die Zeitnahmefirma hat diese Situation hervorragend gemeistert.

Arnd Peiffer am Schießstand wie Schempp ohne Fehler springt mit nur 3.9 Sekunden Rückstand ebenfalls aufs Podest. Vierter wird Dominik Landertinger aus Österreich (1/+13.9). Martin Fourcade mit Problemen im Liegandschlag muss zwei Strafrunden drehen, wird im Ziel dank seines Laufvermögens noch Fünfter (2/+25.3).

Christoph Stehpan in den Top-15

Christoph Stephan muss nach dem Stehendanschlag einmal in die Strafrunde abbiegen und wird 12 (1/+53.4). Erik Lesser verfehlte pro Anschlag eine Scheibe und wird im Ziel 18 (2/+1:08.9).

Andreas Birnbacher muss insgesamt drei Strafrunden absolvieren. Der Schlechinger wird 43. mit einem Rückstand von 1:49.5. Daniel Böhm mit einer Strafrunde weniger, landet im Ziel sogar noch hinter Birnbacher auf Rang 47 (2/+1:55.9).

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