Montag , 29 Mai 2017

Weltcup 5 – Ruhpolding (GER): Russland gewinnt Damen-Staffel vor Deutschland und Norwegen

Staffel_Damen_Ruhpolding_2014_FlowerBeste Bedingungen in Ruhpolding für den Auftakt des vierten Weltcups der Saison. Die Strecken in der Chiemgau-Arena wurden durch die Organisatoren wieder einmal perfekt präpariert. Auch Ruhpolding fehlt Naturschnee, jedoch hat man dort ein Schneedepot in welchem 15.000 qm³ Kunstschnee aus dem letzten Winter über den Sommer vorgehalten wurden.

Nach vor dem Rennen musste die als Schlussläuferin gesetzte Andrea Henkel wegen eines Mageninfekts absagen, für Sie übernahm Franziska Hildebrand die vierte Position der deutschen Staffel.

Die deutschen Damen starteten denkbar schlecht ins Rennen. Startläuferin Franziska Preuß musste im ersten Liegendanschlag direkt eine Strafrunde in Kauf nehmen und wurde ans Ende des Feldes durchgereicht. Preuß übergab mit über einer Minute Rückstand auf Evi Sachenbacher-Stehle, welche anschließend Ihr wohl bestens Biathlon Rennen seit dem Wechsel vom Langlauf zeigte. Eine tolle Laufleistung und nur ein Nachlader im Stehendanschlag und Sachenbacher-Stehle übergab als Führende an Laura Dahlmeier. Dahlmeier blieb wie Schlussläuferin Franziska Hildebrand ohne Fehler.

Tiril Eckhoff, die norwegische Startläuferin, sorgte mit gleich zwei Strafrunden für einen noch schlechteren Start als bei den Deutschen. Auch bei den Norwegern konnten die Mannschaftskolleginnen wieder aufholen, jedoch nicht ganz so schnell wie Sachenbacher-Stehle. Solemdal übergab mit gut 30 Sekunden auf Schlussläuferin Tora Berger.

Die russischen Damen mit Ihrer wohl besten Besetzung für die Damen-Staffel gewinnen am Ende in der Besetzung Ekaterina Glazyrina, Olga Zaitseva, Irina Starykh, Olga Vilukihna mit 6.2 Sekunden vor den deutschen Damen (Franziska Preuß, Evi-Sachenbacher-Stehle, Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand) und  16.7 Sekunden vor Norwegen (Tiril Eckhoff, Ann-Kristin Flatland, Synnoeve Solemdal, Tora Berger).

Die vier Damen aus Russland mussten insgesamt nur sieben Nachlader in Kauf nehmen und hielten sich das komplette Rennen über im vorderen Bereich auf. Schlussläuferin Vilukhina musste im letzten Anschlag, im Gegensatz zu Hildebrand, noch einmal nachladen, konnte die Deutsche auf der Schlussrunde jedoch auf Abstand halten.

Vierte werden die Damen aus der Ukraine. Der fünfte Platz geht an Frankreich.

Ricco Groß und Wolfgang Pichler indes kamen sich auf der Strecke noch etwas ins Gehege. Pichler war beim Anfeuern seiner Athletin etwas zu weit innerhalb der Strecke und Laura Dahlmeier konnte nicht überholen. Groß der Meinung das Dahlmeier behindert wurde, teilte dies lautstark Wolfgang Pichler mit. Am Ende gab man sich die Hand und der Disput war wieder aus der Welt!

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