Sonntag , 24 September 2017

Olympia-Aus für Miriam Gössner

Foto; Karl-Heinz Merl / biathlon-news.de
Foto; Karl-Heinz Merl / biathlon-news.de

Miriam Gössner hat in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Oberhof unter Tränen bekannt gegeben, dass sie zu dem Entschluss gekommen ist, nicht zu Olympia nach Sotchi zu fahren und die Saison vorerst abbricht.

„Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht nach Sotschi fahre und erst einmal versuche, gesund zu werden“, sagte die 23-Jährige am Samstag in Oberhof. Die Entscheidung fiel nach ihrem 53. Platz im gestrigen Sprint und ist mit Mannschaftsarzt Bernd Wohlfahrt sowie den Trainern abgestimmt. „Ich habe über Weihnachten noch einmal versucht, alles zu geben, sowohl medizinisch als auch im Training. Aber bei Olympia geht es um Medaillen und dazu bin ich im Moment nicht in der Lage“, erklärte Gössner.

„Die Entscheidung ist sinnvoll. Miriam hat alles versucht. Sie hatte eine sehr schwere Verletzung und wir sind froh, dass sie überhaupt noch laufen kann“, so Mannschaftsarzt Bernd Wohlfahrt. Im Mai war Miriam Gössner bei einer Radausfahrt in Norwegen mit dem Mountainbike gestürzt. Eine Deckplattenfraktur in drei Wirbelkörpern war die Folge, Gössner musste lange pausieren und konnte erst Ende Juli, drei Monate nach ihrem schweren Unfall wieder ins Training einsteigen.

Zwar sei der Reha-Prozess gut verlaufen und auch im November „lief es schon erstaunlich gut. Aber es ist ein Unterschied zwischen Training und Wettkampfbelastung“, so Wohlfahrt weiter. Zudem fehlten Gössner viele Trainingseinheiten und ca. 3000 Trainingsschüsse. „Es ist gut, dass die Last von Miriam Schultern genommen wird“, so Wohlfahrt, der betonte, dass sich ihr Gesundheitszustand nicht durch das Training und die Belastung verschlechtert habe. Auch geht der Arzt davon aus, dass von Gössners Verletzung mittelfristig keine Probleme zurückbleiben werden.

„Im Vordergrund steht jetzt, dass der Rücken wieder gut wird und dass ich wieder mit Spaß und ohne Schmerzen dabei sein kann“, sagt Gössner. Sie könne sich vorstellen, die letzten Weltcups der Saison im März zu bestreiten. Allerdings wolle sie die endgültige Entscheidung noch offen lassen.

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