Mittwoch , 22 November 2017

Deutsches Aufgebot für Oberhof inkl. Statements

Für die Rennen in Oberhof hat Bundestrainer Uwe Müssiggang die folgenden Athletinnen und Athleten nominiert:

Damen

  • Laura Dahlmeier (SC Partenkirchen)
  • Miriam Gössner (SC Garmisch)
  • Andrea Henkel (SV Großbreitenbach)
  • Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld)
  • Nadine Horchler (SC Willingen)
  • Franziska Preuß (SC Haag)
  • Evi Sachenbacher-Stehle (WSV Reit im Winkl)
Herren

  • Andreas Birnbacher (SC Schleching)
  • Daniel Böhm (SC Buntenbock)
  • Erik Lesser (SC Eintracht Frankenhain)
  • Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld)
  • Simon Schempp (SZ Uhingen)
  • Christoph Stephan (WSV Oberhof 05)

Laura Dahlmeier wird nur im Massenstart antreten, Nadine Horchler geht nur im Sprint und in der Verfolgung an den Start.

Aktuelle Statements

Bundestrainer Uwe Müssiggang

Das Team ist insgesamt sehr gut über die Feiertage gekommen. Nur Miriam hatte wegen einer leichten Erkältung ein paar Tage pausieren müssen. Ansonsten hatten wir keine verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfälle.

Trotz der schwierigen Schneebedingungen konnten wir insgesamt recht ordentlich trainieren. Dabei kam den Oberhofern vor allem die DKB-Skihalle zugute.

Wir sind außerdem alle sehr froh, dass die Organisatoren in Oberhof den Weltcup absichern konnten. Ein herzliches Dankeschön der gesamten Mannschaft, an die vielen ehrenamtlichen Helfer und die Veranstalter des Biathlon WTC Auf Schalke, die zusätzliche Kubikmeter Schnee zur Verfügung gestellt haben, damit wir auf weltcuptauglichen Strecken laufen können!

Der erste Weltcup des Jahres ist für uns immer etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil wir in Oberhof das erste Mal in diesem Winter wieder vor einer solchen Kulisse mit überwiegend deutschen Fans laufen, sondern auch, weil jetzt die heiße Phase der Saison beginnt. Das gilt in diesem Jahr noch mehr als sonst. Denn natürlich geht der Blick in diesen Tagen immer häufiger Richtung Sotschi.

Die Olympischen Spiele sind natürlich das ganz große Ziel der Top-Athleten. Ich gehe deshalb davon aus, dass in den nächsten Wochen sicher der eine oder andere Medaillenfavorit eine Rennpause einlegen wird, um sich noch einmal gezielt auf die Spiele vorzubereiten. Die Norweger haben in Frankreich ja bereits ihre Auszeit genommen.

Dass wir gleich mit mehreren Athleten im Weltcup pausieren, ist derzeit nicht geplant. Aber auch wir werden uns genau anschauen, wer unter Umständen eine Pause oder ein paar zusätzliche Trainingseinheiten benötigt. In Oberhof wird beispielsweise Laura Dahlmeier den Sprint und den Verfolger auslassen und erst beim Massenstart zum Einsatz kommen.

Bei den Herren kommt Daniel Böhm zurück ins Team. Er war nach seinen beiden hervorragenden ersten Weltcupwochen ein wenig erschöpft und hatte deshalb in Frankreich pausiert.

Bei Sportlern, die bereits die vom DOSB geforderte Olympianorm in der Tasche haben, fällt es uns Trainern selbstverständlich etwas leichter, solche Wechsel zu vollziehen beziehungsweise situativ zu reagieren.

Insofern hoffen wir, dass in den nächsten Weltcuprennen auch diejenigen, die bislang noch nicht die Kriterien erfüllen konnten, die olympische Messlatte überspringen.

Bei den Heimweltcups ist es aber ohnehin immer unser Anspruch, möglichst unter die Top-8 beziehungsweise auf das Podium zu kommen. Von daher ist der Druck in Oberhof nicht höher als in den nicht-olympischen Jahren.

Andrea Henkel

Ein ganz kleines bisschen Wehmut wird wahrscheinlich schon mitschwingen, wenn ich das letzte Mal beim Heimweltcup in Oberhof an den Start gehe. Aber ich versuche, das so gut wie möglich auszublenden. Genau so, wie ich es in den vergangenen Wochen auch getan habe. Abschied feiern kann ich im Sommer dann immer noch.

Jetzt geht es vielmehr darum, meine persönliche Serie in Oberhof nicht reißen zu lassen. Seit 2007 stand ich bei jedem Heimweltcup zumindest einmal auf dem Siegerpodest. Das möchte ich auch in diesem Jahr gerne noch einmal schaffen. Denn das würde gleichzeitig bedeuten, dass ich mit meinem Formaufbau Richtung Olympia auf einem guten Weg bin.

Die Zeit nach dem letzten Weltcup in Frankreich konnte ich gut zum Trainieren nutzen. Auch wenn uns in diesem Jahr Frau Holle ein wenig im Stich lässt. Aber dafür haben wir ja in Oberhof die DKB-Skihalle. Von daher bin ich schon auf meine Schneekilometer gekommen.

Ich habe auch noch einmal intensiv an meinem Schießen gearbeitet, um in den anstehenden Rennen noch etwas stabiler und sicherer zu werden. Das Rennen auf Schalke war da schon mal ein ganz guter Test und alles in allem war ich auch ganz zufrieden, wie es dort lief. Jetzt gilt es, mit ein paar guten Wettkämpfen immer mehr Schwung aufzunehmen. Es ist nicht so, dass ich jeden Tag an Sotschi denke, aber natürlich arbeiten wir alle gemeinsam auf dieses großes Ziel hin.

Andreas Birnbacher

Läuferisch war ich im Dezember eigentlich ganz zufrieden, obwohl ich ja im Vorfeld ein wenig Trainingsausfall hatte. Dass es noch nicht ganz mit den erhofften Top-Platzierungen geklappt hat, lag vor allem am Schießen. Hier hat mir ganz einfach noch die Sicherheit und Konstanz im Wettkampf gefehlt.

Natürlich habe ich über die Feiertage auch noch einmal daran gearbeitet, aber es ist in den seltensten Fällen so, dass es an einem speziellen Fehler liegt, den man mit Übung auf die Schnelle abstellen kann. In den meisten Fällen ist es der Kopf, der einem da einen Strich durch die Rechnung macht. Das Rennen auf Schalke war insofern für mich ganz gut, weil ich nach einigen Fehlern in den ersten Runden dann doch immer besser am Schießstand zurecht gekommen bin und auch in Drucksituationen gezeigt habe, dass ich fehlerfrei durchkommen kann. Ich hoffe, dass ich das dann auch in Oberhof so hinbekomme.

Dass ich die Olympianorm noch nicht erfüllt habe, belastet mich aktuell noch nicht sonderlich. Ich wusste ja, dass ich die Rennen im Dezember noch brauche, um wieder in Form zu kommen. Und mein Anspruch ist es ja nicht, nur einmal im Weltcup unter die Top-8 zu laufen, um dann in Sotschi nur dabei zu sein. Von daher bin ich ehrgeizig und selbstbewusst genug, dass das in den nächsten beiden Wochen dann ohnehin kein Thema mehr sein sollte.

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