Donnerstag , 21 September 2017

Nach FIS auch IBU und DSV gegen Fußball WM im Winter

Miriam Gössner mit DSV Präsident Alfons Hörmann - Foto: Karl-Heinz Merl
Miriam mit DSV Präsident Alfons Hörmann – Foto: Karl-Heinz Merl

Die Wintersportler machen sich gemeinsam gegen eine mögliche Fußball WM 2022 im Winter stark. Neben der FIS (Alpin, Skispringen,…) hat sich nun auch die IBU gegen den Zeitpunkt des Turniers ausgesprochen.

Der Fußball Weltverband FIFA erwägt aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer in Katar eine Verlegung des Turniers in die kältere Jahreszeit (Januar – März), dabei jedoch könnte die WM mit den Olympischen Winterspielen 2022 zeitlich kollidieren. Die IBU befürwortet eine von der FIS angeregte Resolution gegen die WM im Winter. „Wir hoffen selbstverständlich, dass die Fußball WM nicht im Winter satt findet und unterstützen den Vorschlag der FIS“, so Anders Besseberg (IBU-Präsident).

Die Wintersportweltverbände beraten noch bis Mittwoch bei einem Treffen in Lausanne, auch über den Vorschlag der FIS. Sarah Lewis (FIS-Generalsekretärin) berichtete am Montag, dass man ein gemeinsames Vorgehen von Biathlon, Rodeln, Bob und Skeleton, Curling, Eishockey, Eislauf und Ski ausloten will. Aller Wahrscheinlichkeit nach soll die Resolution zu den Olympischen Winterspielen in Sotshi in Umlauf gebracht werden um den Druck auf die FIFA zu erhöhen.

Die Verbände befürchten vor allem, dass der Wintersport nicht mehr genügend Aufmerksamkeit und Sendezeit bekommen könnte. Bereits jetzt gibt es einiges hin und her bzgl. der Sendezeiten der verschieden Wintersportarten.

Deutscher Skiverband ebenfalls gegen WM im Winter

Auch in den Reihen des Deutschen Skiverbandes steigt der Widerstand gegen die winterliche WM. Alfons Hörmann (DSV Präsident) hat die Resolution der FIS ebenfalls begrüßt. “ Eine Verschiebung der WM in die Wintermonate und damit in den Zeitraum von Olympischen Spielen wurde zwangsläufig zu erheblichen Problemen und Interessenskonflikten in Bezug auf Übertragungszeiten sowie Zuschauer- und Sponsoeninteresse führen“, so Hörmann gegenüber der „Welt.

FIS Mittleilung

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