Freitag , 28 Juli 2017

DM Langdorf: Interview mit Florian Graf

Florian_Graf_DM_Langdorf_InterviewFlorian, die letzte Weltcupsaison liegt ja nun schon ein paar Monate zurück. Mit diesem Abstand betrachtet – wie ist dein ganz persönliches Resümee?

Na ja, im Prinzip kann ich zufrieden sein. Natürlich wollte ich nach meiner ersten vollen Weltcupsaison und dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften im Sommer noch mal was drauflegen. Wie man ja weis, ist es aber dann im zweiten Jahr, wenn man die Leistungen bestätigen will immer schwerer. Insgesamt muss ich aber sagen, wenn man es realistisch betrachtet, war es eine gute Saison.

Was macht ein Wintersportler, wie du als Biathlet, eigentlich im Sommer?

Radfahren, Kajak, Rollern, Crosslauf und und und…… Im Sommer wird der Biathlet gemacht. Und das ist die Wahrheit. Was du immer Sommer vergeigst, wird dich den ganzen Winter begleiten. Mir macht das Training in Ruhpolding richtig Spaß und ich habe diesen Sommer glaube ich ganz gute Fortschritte gemacht.

Wie sah deine Zeitplanung / deine Trainingsplanung seit dem Ende der Saison aus?

Nach der Saison habe ich mir ein paar Tage Auszeit gegönnt. Durch die guten Ergebnisse speziell beim letzten Weltcup, war ich so motiviert, dass ich den Trainingsbeginn gar nicht erwarten konnte. Es ist ja so, dass wir am Anfang der Vorbereitung sehr viel Zeit in Ruhpolding und Umgebung verbracht haben. Hier konnten wir die Grundlagen mit Radfahren und diversen anderen Einheiten legen. Danach ging es in die einzelnen Lehrgänge, Davos, Bormio usw. wo wir dann an speziellen Dingen gearbeitet haben.

Wie sind für dich die bisherigen Trainingseinheiten gelaufen? Wie bist du drauf?

Wichtig ist ja immer, dass man gesund durch die Vorbereitung kommt. Das war der Fall. Klar das eine oder andere Zipperlein hat man mal, aber so geht es allen. Ich denke das passt.

Nun stehen die Deutschen Meisterschaften, zunächst vom 05. bis 08.09. im Skilandesleistungszentrum / Hohenzollern Skistadion und am folgenden Wochenende in Ruhpolding auf dem Wettkampfplan. Wie wichtig sind diese Meisterschaften für dich?

Wettkämpfe sind immer wichtig. Alle decken ihre Karten auf und man fühlt zum ersten mal richtig wo man steht. Aus diesem Grund freue ich mich auf die Meisterschaften und ich werde versuchen mein Bestes zu geben.

Vor zwei Jahren, bei den letzten Deutschen Meisterschaften im Skilandesleistungszentrum / Hohenzollern Skistadion konntest du mit der Bayern-Staffel den 2. Platz erringen; im Sprint musstest du dich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen; in der Verfolgung hast du deine erfolgreiche Aufholjagd mit der Silbermedaille gekrönt. Was dürfen wir in diesem Jahr von dir erwarten?

Vollgas ! Klar möchte ich zu Hause meine Form zeigen und ich hoffe ich kann den hoffentlich vielen Zuschauer einen Grund zum Jubeln geben 😉

Man spricht speziell beim Fußball immer von einem „Heimvorteil“. Inwieweit ist für dich als „Waidler“ das Skilandesleistungszentrum / Hohenzollern Skistadion, deren Strecken und den Schießstand du ja bestens kennst, ein „Heimvorteil“?

Beinahe jeder Sportler kennt das ja. Du kennst die Wege zum Stadion, die Strecke ist bestens vertraut, das ist einfach ein gutes Gefühl. Nicht zuletzt die vielen bekannte Gesichter, das freut mich. Da bin ich einfach zu Hause.

Nun werden die Deutschen Meisterschaften im Sommer und auf Skiroller durchgeführt und nicht auf eurem gewohnten Terrain auf Schnee im Winter. Was sind die wesentlichen Unterschiede? Und wie kommst du damit zurecht?

Im letzten Jahr hat´s ganz gut geklappt bei der DM. Ich mag das auf Rollern zu Laufen. Und es betrifft ja alle. Die Roller sind für uns ein wichtiges Trainingsinstrument, auf denen wir viele Kilometer im Sommer zurücklegen.

Wagen wir einen Blick nach vorne auf die kommende Wintersaison mit ihrem Höhepunkt den Olympischen Spielen in Sotschi im Februar des nächsten Jahres. Welche persönlichen Ziele hast du dir gesteckt?

Ihr wisst ja, das mit den Zielen ist immer so eine Sache. Klar schielt man auf Sotschi. Aber was da vorher passiert ist für uns eigentlich noch wichtiger. In der ersten Weltcupperiode will ich ganz einfach gute Leistungen zeigen und mich für Olympia anbieten, alles andere kommt dann von selbst.

Das Interview führte Markus Hauf

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