Dienstag , 26 September 2017

Biathlon-Weltcup 5 – Ruhpolding: Frankreich in der Staffel vor Norwegen und Österreich – Deutschland Platz vier

Für die deutsche Mannschaft reicht es nach einer hervorragenden Vorstellung aller vier Athleten am Ende doch nur für den undankbaren vierten Platz. Simon Schempp, Andreas Birnbacher und Arnd Peiffer leisten tolle Vorarbeit, mit nur 3 Nachladern bis zum dritten Wechsel schickte Peiffer seinen Kollegen auf die Runde. Auf Rang 3 liegend und nur 5 Sekunden hinter den führenden Österreichern.

Erik Lesser als Schlussläufer mit Fourcade, Svendsen und Suman auf der Runde zeigte keinerlei Angst vor den großen Namen und so kamen alle vier fast gemeinsam zum letzten Schießen. Fourcade, Lesser und Suman blieben fehlerfrei und gingen innerhalb von 5 Sekunden auf die letzte Runde. Der Norweger Svendsen musste dreimal nachladen und folgte mit gut 21 Sekunden Rückstand.

Wie zu erwarten setzte sich Fourcade sofort von Lesser ab und Emil Hegle Svendsen setzte zu einer unglaublichen Verfolgungsjagd an. Erik Lesser musste nach ca. einer halben Runde dem hohen Tempo Tribut zollen und die Verfolger kamen näher.

Svendsen mittlerweile an Suman dran ging bei der letzten Zwischenzeit an Erik Lesser vorbei. Christoph Suman hängte sich an Svendsen und zog ebenfalls am Deutschen vorbei. Martin Fourcade für Frankreich im Ziel auf Rang eins, dahinter entschied Svendsen den Zielsprint  gegen Suman für sich und Norwegen.

Die ebenfalls zu den Favoriten zählenden Russen konnte heute nicht in die Entscheidung um den Sieg eingreifen. Im Ziel der fünfte Rang mit 1:34,7 Minuten Rückstand.

  • 1. Frankreich (Fourcade S., Beatrix, Boeuf, Fourcade M.) – 1:13:11,2
  • 2. Norwegen (Birkeland, Boe, Labee-Lund, Svendsen) – 1:13:20,6 +9,4
  • 3. Österreich (Eder, Pinter, Landertinger, Sumann) – 1:13:20,9 +9,7
  • 4. Deutschland (Schempp, Birnbacher, Peiffer, Lesser) – 1:13:32,2 +21,0

Christoph Suman

Als sich Erik Lesser zum Schluss umgedreht hat, wusste ich, ich krieg ihn noch. Denn es ist nicht einfach, wenn dir beim letzten Stieg zwei im Nacken sitzen. Ich habe zuvor etwas auf Svendsen gewartet, um beim Anstieg noch etwas im Windschatten laufen zu können. Nachdem ich beim Liegend-Schießen die letzte Patrone gebraucht habe, habe ich in der Loipe alles riskiert. Ein Dank an die Serviceleute. Der Ski war heute top. Nach Oberhof war diese Reaktion extrem wichtig. Wir haben uns heute zurückgemeldet!

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