Donnerstag , 21 September 2017

Deutschland: Stimmen vor Östersund

Bundestrainer Uwe Müssiggang

Alles in allem können wir mit der Saisonvorbereitung sehr zufrieden sein. Beide Mannschaften sind hochmotiviert und bis auf ein paar kleinere Wehwehchen gut durchgekommen. Beim Abschlusslehrgang in Munio hatten wir sehr gute Bedingungen und konnten noch einmal perfekt trainieren. Insgesamt macht die Truppe einen guten Eindruck. Allerdings werden wir – wie immer – erst nach den Rennen in Östersund genau wissen, wo wir stehen. Das vorgelagerte Mixed-Rennen halte ich nicht für sonderlich günstig, weil wir damit – vor allem was die Anreise der Athleten und Betreuer betrifft – ziemlich viel zusätzlichen Aufwand betreiben müssen. Aber es ist natürlich ein Weltcup-Rennen, das wir ernst nehmen. Allein schon, weil bei der Mixed-Staffel wichtige Punkte für den Nationen-Cup vergeben werden. Entsprechend werden wir am Sonntag auch in der Bestbesetzung an den Start gehen.

Was die weitere Einsatzkonzeption anbelangt, planen wir bei den Herren für die ersten drei Weltcups jeweils mit Andreas Birnbacher, Florian Graf, Michael Greis, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Simon Schempp.

Bei den Damen sind Tina Bachmann, Miriam Gössner und Andrea Henkel für das erste Weltcup-Drittel gesetzt. Zum Auftakt in Östersund werden zudem Maren Hammerschmid, Franziska Hildebrand und Nadine Horchler dabei sein. Beim zweiten Weltcup in Hochfilzen erhält die Beste aus diesem Trio einen Startplatz. Gleichzeitig kommen Juliane Döll und Carolin Hennecke zu ihrem ersten Weltcup-Einsatz in diesem Winter. In Pokljuka – so unsere Planungen – könnte dann erstmals Evi Sachenbacher-Stehle laufen.

Die beiden weiteren Startplätze werden dann aufgrund der aktuellen Leistungsentwicklung vergeben.

Wir haben uns nach dem Lehrgang in Munio verständigt, dass Evi zunächst noch die beiden ersten IBU-Cups laufen soll. Wir gehen davon aus, dass die Qualifikations-Kriterien kein großes Problem sein sollten, aber letztendlich tut ihr sicherlich jeder weitere Wettkampf gut, um die Abläufe weiter zu automatisieren. Wir sind mit ihrer Entwicklung aber sehr zufrieden, auch wenn uns allen klar ist, dass wir beim Schießen immer wieder mit schwankenden Leistungen rechnen müssen. Was uns aber zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass Evi selbst dann, wenn sie einen Fehler schießt, gezielte Schüsse abgibt. Sie weiß also genau, was sie macht, auch wenn es sicherlich noch etwas Zeit bedarf, bis sich die Abläufe ganz eingespielt haben. Wir werden sie deshalb vorsichtig weiter aufbauen und ganz bestimmt keine Wunderdinge von ihr erwarten.

Andrea Henkel

Als ich nach Munio kam, habe ich mich ehrlich gesagt gar nicht so gut gefühlt. Ich war irgendwie ein bisschen erschöpft. Aber das hat sich in den vergangenen zwei Wochen glücklicherweise gelegt. Auch wenn ich mit den Laufleistungen noch nicht ganz hundertprozentig zufrieden bin. Aber ich kenne das ja aus den letzten Wintern, dass ich meistens noch ein bisschen Anlaufzeit brauche, bis ich richtig in Schwung komme.

Ganz zufrieden bin ich aktuell mit meinem Liegendschießen. Daran habe ich den ganzen Sommer über sehr viel gearbeitet. Ich habe ein klein wenig den Anschlag verändert und fühle mich dadurch etwas sicherer. Von daher hoffe ich, dass ich mit einem guten Schießen in den ersten Rennen das ausgleichen kann, was ich vielleicht noch auf der Strecke liegen lasse.

Die Mixed-Staffel zum Auftakt finde ich gar nicht so schlecht. Ich bin im vergangenen Winter ja zur gleichen Zeit einen IBU-Cup gelaufen. Von daher ist mein Wettkampfprogramm fast identisch.

Ich freue mich, dass es jetzt wieder losgeht und natürlich werde ich mein Bestes geben – wie immer, wenn ich eine Startnummer trage. Wegen der kurzen Zeit zwischen Lehrgang und Weltcup-Auftakt bin ich in diesem Jahr wieder in Skandinavien geblieben. Gemeinsam mit Tina und Miriam fahre ich am Dienstag mit dem Auto weiter nach Östersund.

Arnd Peiffer

Aktuell fühle ich mich ganz gut. Ich konnte in Munio richtig gut trainieren und denke, das soweit alles im grünen Bereich ist. Was die Tainingseindrücke genau wert sind, werden wir dann in den ersten Rennen sehen. Aber alles in allem schätze ich mich ein wenig stabiler ein als zum vergleichbaren Zeitpunkt im vergangenen Jahr.

Auch wenn nur wenig Zeit bleibt, habe ich mich entschlossen, nach dem Lehrgang ein paar Tage nach Hause zu fahren. In Oberhof werde ich dann noch einmal zwei Tage in der DKB-Skihalle absolvieren, bevor es dann wieder nach Schweden geht.

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