Montag , 20 November 2017

Thomas Pfüller DSV Generalsekretär über die kommende Saison

Foto: Stefan Braun / biathlon-portal.com

Thomas Pfüller’s (DSV-Generalsekretär und Sportdirektor Nordisch) Ausblick auf die kommende Saison im Zuge der DSV Einkleidung 2012 in Herzogenaurach:

Ich denke, alles in allem können wir durchaus optimistisch in den kommenden Winter gehen. Die Mannschaften sind gut vorbereitet, und bis auf wenige Ausnahmen hatten wir im Sommer und Herbst kaum gesundheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen.

Insbesondere in den Bereichen Alpin Damen, Biathlon Herren, Nordische Kombination, Langlauf Herren und Skisprung Herren sind wir leistungsmäßig so aufgestellt, dass wir perspektivisch sogar bis 2018 in der Lage sein sollten, mit unseren aktuellen Athleten das Niveau in der Weltspitze mitzubestimmen. In diesen Disziplinen verfügen wir über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen leistungsfähigen älteren und trainingsjüngeren Sportlerinnen und Sportlern, die bereits mehrfach ihr Ausnahmekönnen unter Beweis gestellt haben.

Rundum positiv sieht Pfüller die Situation bei den deutschen Biathlon Herren, „die bereits seit einiger Zeit wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben.“

Das ist umso bemerkenswerter und erfreulicher wenn man sich die derzeitige Leistungsdichte in der Weltspitze vor Augen führt. Das Team um Arnd Peiffer und Andreas Birnbacher hat im vergangenen Winter aber häufig genug bewiesen, dass es jederzeit in der Lage ist, in den Kampf um die Podiumsplätze mit einzugreifen. Entsprechend hoffen wir, dass die Mannschaft nach der Heim-WM in Ruhpolding – bei der sie zweifelsohne unter ganz besonderem Druck stand – bei den Titelkämpfen in Nove Mesto an die guten Ergebnisse des Vorwinters anknüpfen kann.

Über die deutschen Biathlon Damen:

Was den Bereich der Biathlon-Damen betrifft, wird es in den kommenden Monaten vor allem darum gehen, die große Lücke zu schließen, die durch den Rücktritt von Magdalena Neuner entstanden ist. Wir alle sind uns darüber im Klaren, dass dies sicher nicht vollständig gelingen wird. Dazu war der personelle Aderlass der vergangenen Jahre durch die Karriereenden von Kati Wilhelm, Martina Beck und Simone Hauswald einfach zu groß. Mit Andrea Henkel, Miriam Gössner und Tina Bachmann stehen uns aber noch immer einige Athletinnen zur Verfügung, die zweifelsohne das Potenzial haben, wieder um die Top-Platzierungen mitzulaufen. Inwiefern Evi Sachenbacher nach ihrem Wechsel ins Biathlonlager bereits in ihrem ersten Wettkampfjahr im Weltcup Tritt fassen kann, müssen wir einfach abwarten. Die Ansätze, die Evi gezeigt hat, sind absolut vielversprechend. Wir alle sind uns aber bewusst, dass man nach so kurzer Zeit keine Wunderdinge erwarten kann. Aber vielleicht gelingt es ihr – zumindest punktuell – schöne Akzente zu setzen.

weitere News

Weltcup 9 – Khanty-Mansiysk (RUS): Massenstarts aufgrund von Sturm abgesagt

Die beiden für heute angesetzten abschließenden Massenstarts wurden soeben offiziell abgesagt. Ein Flutlichtmasten fiel dem …