Mittwoch , 22 November 2017

Statements der deutschen vor Kontiolahti

Uwe Müssiggang

Der Weltcup in Finnland steht gleich in zweifacher Hinsicht unter den Vorzeichen der WM. Zum einen, weil wir uns von den letzten Rennen vor dem Saisonhöhepunkt noch einmal einige Erkenntnisse erhoffen. Zum anderen aber auch, weil wir mit Blick auf die Weltmeisterschaften keinerlei Risiko eingehen wollen.

Wir haben uns deshalb entschieden, dass Arnd, Simon und Andi nicht mit nach Kontiolathi fliegen, sondern sich stattdessen zu Hause unter der Anleitung von Fritz Fischer fit halten. Wir sehen das als reine Vorsichtsmaßnahme, weil sich beim einen oder anderen doch die Summe der Belastungen – noch dazu unter teilweise extrem widrigen Bedingungen – bemerkbar gemacht hat.

Auch bei Michi Greis wollen wir nichts riskieren. Die Rennen in Kontiolahti bei der vorhergesagten extremen Kälte wären sicherlich nicht dazu geeignet, um wieder ins Wettkampfgeschehen zurückzufinden. Michi wird zunächst ebenfalls weiter am Stützpunkt trainieren.

Bei den Damen wiederum haben wir auf einen Wechsel verzichtet. Magdalena Neuner hat durch ihren Startverzicht beim Massenstart am Sonntag sozusagen schon ihre persönliche Vorsichtsmaßnahme getroffen und möchte in Kontiolahti an den Start gehen. Das gilt auch für alle anderen Sportlerinnen. Wir werden uns aber vorbehalten, auch hier notfalls noch kurzfristig zu reagieren, um keinerlei gesundheitliches Risiko einzugehen.

Andrea Henkel

Der Sieg kam für mich ziemlich unverhofft. Auch wenn ich zuletzt schon gemerkt habe, dass es vor allem am Schießstand wieder ganz gut läuft. Ich hatte mir ja vorgenommen, in diesem Jahr meine Bestform zur WM zu haben und nicht schon früher oder gar erst zu spät. Von daher passt das im Moment ganz gut. Die letzten vier Rennen bin ich beim Stehendschießen fehlerfrei geblieben und ich hoffe, die Serie hält auch in Kontiolathi.

Jedes gute Schießen gibt natürlich mehr Sicherheit. Wäre schön, wenn die Temperaturen nicht ganz so frostig sind. Nicht dass mir vor lauter Kälte wieder das Magazin aus den Händen fällt.

Magdalena Neuner

Es war ganz sicher die richtige Entscheidung, dass ich am Sonntag nicht an den Start gegangen bin. Auch wenn es mir schwer gefallen ist. Aber ich wollte das Glück nicht überstrapazieren, nachdem ich in Oslo zuvor schon leichte gesundheitliche Probleme hatte. An Kontiolahti habe ich vor allem durch die Junioren-Weltmeisterschaften ganz gute Erinnerungen. Und ich hoffe, dass ich auch an diesem Weltcup-Ort noch einmal ein paar gute Rennen zeigen kann. Immer vorausgesetzt, es wird nicht allzu kalt
und ungemütlich. Denn riskieren möchte ich jetzt nichts mehr.

Michael Greis

Auch wenn ich den Infekt von Antholz inzwischen auskuriert habe und wieder ins Training eingestiegen bin, hat sich an der eigentlichen Situation nichts geändert. Ich habe noch immer nicht das Gefühl, dass ich im Training oder Wettkampf einhundert Prozent Leistung abrufen kann. Es würde deshalb auch keinen Sinn machen, nach Kontiolahti zu fliegen. Es ist aber auch nicht so, dass ich die WM bereits abgehakt habe. Deshalb werde ich der nächsten Woche weiter versuchen, die richtige Mischung aus Belastung und Regeneration zu finden, um noch rechtzeitig in die richtige Spur zu finden. Mental bin ich jedenfalls gut drauf. Wenn ich auf den Strecken in Ruhpolding unterwegs bin, freue ich mich richtig auf die WM.

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